TH FanFictions - by Lara <3
1. Kapitel

Müde stand das blonde Mädchen am nächsten Morgen um halb 6 auf um duschen zu gehen.
Wie sehr sie den ersten Schultag hasste. Da konnte man wochenlang ausschlafen, nur um dann wieder aus den Federn gerissen zu werden.
Sie seufzte einmal auf – hatte ja eh alles keinen Sinn – und machte sich dann mit Anziehsachen beladen auf den Weg ins Bad.

Am Frühstückstisch saß sie mehr schlecht als recht vor ihrem Toast und knabberte ein wenig daran rum, sie hatte morgens nie viel Hunger.
Sonderlich viel zurechtgemacht hatte sie sich auch nicht. Ein wenig Make Up ins Gesicht geklatscht, Kajal und Wimpern getuscht. Das sollte für die Schule reichen. Die schulterlangen Haare hatte sie zu einem lockeren Zopf geflochten der ihr über die rechte Schulter fiel.

„Joke hau rein!“
Die 16jährige murrte einmal kurz und folgte ihrer Schwester dann nach draußen. Zum Glück war es noch schön warm und sie brauchte keine Jacke.
Immer noch müde schwang sie sich auf ihr Fahrrad und fuhr zusammen mit Anne Richtung Schule.

Die beiden wohnten 10 Minuten von dem Gymnasium entfernt das sie besuchten.
„Jooooke!“, wurde die Blonde auch schon überschwänglich begrüßt – beziehungsweise halb von ihrem Fahrrad gerissen. – „Hallo Mia“, antwortete sie trocken und steckte ihren Schlüssel ein.
„Na, wie war der Rest der Ferien so?“ Mia strich sich ihre schwarzen Haare hinters Ohr und grinste ihre beste Freundin viel sagend an. Sie selbst hatte ihre letzte Woche bei Verwandten in Bayern verbracht. „Irgendwen tolles kennen gelernt?“ Joke schüttelte den Kopf und öffnete nebenbei die Schultüre. „Ach komm, du kannst mir nicht sagen das du niemanden kennen gelernt hast, der dich nicht ein klein wenig interessiert!“
„Mia du wirst es vielleicht nicht glauben, aber es gibt nicht nur das Thema Jungs!“

Mia zwinkerte ihrer Freundin zu und verschwand dann in einem Klassenraum, sie hatte jetzt einen anderen Kurs als die Blonde. Joke seufzte, holte ihren Stundenplan hervor und stellte fest, dass sie nun direkt 2 Stunden Englisch hatte.
Na dann, auf in den Kampf.

„Joke! Stop dreaming!“
Die Angesprochene schreckte aus ihrem Halbschlaf hoch und entschuldigte sich mit hochrotem Kopf bei ihrem Lehrer.
Sie war einfach noch viel zu müde, als das sie vernünftig hätte aufpassen können.

2. Kapitel

Als es endlich zur erlösenden Pause geklingelt hatte, sprang Joke auf und verließ den Klassenraum.
Suchend sah sie sich nach Mia um und entdeckte sie schließlich mit einem hoch gewachsenen braunhaarigen im Gespräch.
Na, da wollte sie mal nicht stören.

Noch ein wenig müde schlenderte sie über den Schulhof und beobachtete die Schüler der Unterstufe, die Fangen spielten.
Einer kam gerade auf sie zu gerannt, schien sie aber nicht zu sehen, im letzten Moment wich Joke aus und stolperte ein paar Meter rückwärts, direkt gegen jemanden.

„Tschuldigung“, murmelte sie, die Röte war ihr ins Gesicht gestiegen, als sie wieder aufstand und dem kleinen Jungen vernichtende Blicke zuwarf.
„Kein Problem!“ Das blonde Mädchen drehte sich zu der Person um, in die sie reingestolpert war und stockte mitten in der Bewegung.

Das war doch wohl nicht wahr, oder etwa doch?!
Ihr Gegenüber schien sie auch erkannt zu haben. „Ach, die Stürmische von gestern Abend.“ Er lachte, wobei sich um seine grünen Augen kleine Grübchen bildeten und seine weißen Zähne entblößt wurden. „Ich glaube, wir haben das Talent dazu irgendwie ineinander rein zu rennen, nicht?!“

Joke verzog nur das Gesicht. „Kann sein.“
„Du scheinst nicht sehr begeistert, oder?“ – „Sei mir nicht böse, aber ich renn nicht gerne dauernd in irgendwen hinein.“ Sie strich sich eine verirrte Strähne aus der Stirn und funkelte den Jungen provozierend an. „Du kannst es ja wieder gut machen.“ Sie hob eine Augenbraue. „Und wenn ich nicht will?“ Der Junge lachte und fuhr sich durch seine, ebenfalls blonden, Haare. „Ich glaube dir bleibt nichts anderes übrig, sonst gehe ich dir solange auf die Nerven, bis du mir freiwillig das Frühstück ans Bett bringst.“

Die Blonde rümpfte die Nase. „Da kennst du mich aber schlecht.“ – „Deswegen mag ich dich ja auch kennen lernen.“ Er hielt ihr die Hand hin. „Ich heiße Andreas. Aber Freunde sagen Andi. Wie heißt du?“
Widerwillig nahm Joke seine Hand und schüttelte sie kurz. „Joke.“

„Wunderschöner Name“, er verneigte sich ein wenig, was ihm einen abweisenden Blick einbrachte.
„Ich sehe schon, wir haben nicht denselben Humor.“ – „Das ist offensichtlich, ja!“, meinte Joke und lachte kurz auf.

Andi schüttelte grinsend den Kopf. „In welcher Stufe bist du?“ – „11te.“ – Du bist aber nicht sehr gesprächig, oder?“ Er zwinkerte ihr zu. „Ich wüsste nicht, was dich das angeht!“
„Ich bin in der 12ten. Danke der Nachfrage. Wo wohnst du?“ – „Soll ich dir nicht direkt nen Steckbrief geben?“
Andi schüttelte den Kopf. „Deine Handynummer reicht auch.“ Er holte sein Handy hervor und sah sie auffordernd an.
Joke verdrehte nur genervt die Augen und diktierte ihm seine Nummer.
„Schön!“ Er speicherte sie ab und steckte sein Handy wieder ein.
„Ich meld mich dann bei dir.“ Er zwinkerte und ließ sie dann stehen.
„Bitte nicht!“, rief sie ihm noch hinterher.

Andi drehte sich lachend um und winkte ihr noch einmal zu.
„Ich denke schon, Kleine!“
„Nenn mich nicht Kleine!“
Der Blonde hob nur noch einmal die Hand und war dann im Schulgebäude verschwunden.

3. Kapitel

Joke wurde von ihrer Mutter freudestrahlend empfangen, als sie die Küche betrat. „Na mein Schatz, wie war der erste Schultag?“
Erschöpft ließ sich die Blonde auf einem Stuhl sinken.
„Ganz okay.“ – „Du klingst aber nicht sehr begeistert?“

„Ach“, Joke seufzte, „wir haben nur schon soviel auf und Mia und ich hatten uns eigentlich für 3 Uhr verabredet, wir wollten in die Stadt. Ein bisschen bummeln…“
Im selben Moment kam Anne ebenfalls aus der Schule zurück und ließ sich auf einen freien Stuhl neben Joke fallen.

„Na Schwesterherz! In wen bist du denn da heute wieder reingerasselt?“ – „Hast du nichts besseres zu tun, als mich in der Pause zu beobachten?“
Anne grinste schelmisch.
„Hör auf mir mit Gegenfragen zu antworten.“
Joke streckte ihrer Schwester die Zunge raus und stand dann auf.
„Ich geh mal nach oben Hausaufgaben machen. Mia und ich wollten nachher in der Stadt was zusammen essen…“ Sie warf ihrer Mutter einen entschuldigenden Blick zu und verschwand nach oben.
Marietta indessen, widmete sich seufzend wieder den Kochtöpfen und ihrer jüngeren Tochter.


„…und du hast dem Kerl wirklich deine Handynummer gegeben, nachdem du zum zweiten Mal in ihn rein gerannt bist?!“
Mia rührte vor Begeisterung viel zu hektisch in ihrem Cappuccino herum und sah ihre Freundin dabei mit funkelnden Augen an.
Sie hatte es gewusst, genau gewusst! Joke konnte nicht ewig Single bleiben!

„Ja doch. Soll ich’s dir vielleicht noch auf ein Tonband sprechen, was du dir dann immer und immer wieder anhören kannst?!“ Die Schwarzhaarige verdrehte die Augen und gab ihrer Freundin einen Klaps auf den Hinterkopf.
„Wie sieht er denn aus?“ – „Vergiss es Mia, der Kerl nervt einfach nur. Da würde nie was laufen!“

Mia verzog ihr Gesicht und begann zu schmollen.
Normalerweise zog diese Tour immer und Joke gab klein bei, aber diesmal schien sie auf Granit zu beißen.
Die Blonde sah Mia nämlich mit versteinertem Gesicht an und trank den letzten Schluck ihres Latte Macciato aus.
„Man Joke, ich weiß noch nicht einmal wie der Kerl ausschaut und ich bin begeistert! Lern ihn doch erstmal kennen…“ – „Mia lass mich einfach in Ruhe, okay?!“
Die Blonde schloss genervt die Augen und fächerte sich Luft zu, es war immer noch so unangenehm warm…

„Na ihr zwei Hübschen!? Redet ihr etwa über mich?“
Entsetzt riss Joke ihre Augen wieder auf.
Vor ihr stand kein anderer als Andi.

4. Kapitel

Fast schon weinerlich wandte Joke den Blick ab und drehte sich in eine andere Richtung.
„Warum“, formte sie lautlos mit den Lippen und bemitleidete sich selbst, das sie so einen Quälgeist an sich kleben hatte.

Ihre beste Freundin schien sich in der Zwischenzeit ganz gut zu amüsieren, Andi hatte sich zu ihnen gesetzt.
„Sag, ist sie immer so stur?“

Joke knurrte, was Mia zum Lachen brachte. Sie konnte ihre Freundin überhaupt nicht verstehen. Er sah gut aus, er war witzig, charmant…
Sie hätte stundenlang so fortfahren können.
„Wenn etwas nicht nach ihrer Nase läuft schon.“ Andi grinste und sah zu dem blonden Mädchen, welches mit verschränkten Armen am Tisch saß und Löcher in die Luft starrte. Die neuen Freunde lachten.

„Ich finde das ja wunderbar, dass ihr euch auf meine Kosten amüsiert.“, warf Joke schmollend ein. Sie warf Andi einen flüchtigen Blick zu, der sie schon die ganze Zeit verhohlen angrinste.
„Humor ist, wenn man über sich selbst lachen kann, Kleine.“

„Komm mir nicht mit deinen dummen Sprüchen, Macho!“ Andi hob gespielt erschrocken die Augenbrauen und fasste sich ans Herz.
„Beim Barte meiner Großmutter“, begann er theatralisch. „Werde ich mit dieser Anklage weiterleben können?“ Er tat als würde er nachdenken, grinste dann sofort wieder.
„Ich denke schon. Weißt du, Kleine, ich bin vielleicht einer der hohle Sprüche klopft, aber ich bin definitiv kein Macho.“

Joke schnaubte.
„Komm Joke, sei doch nicht so…“, meinte Mia und legte ihrer Freundin beruhigend eine Hand auf den Arm. Diese seufzte und setzte sich dann wieder gerade an den Tisch. „Wenn’s sein muss“, murmelte sie.

Dieser Kerl war ihr irgendwie… zuwider. Er hatte sich einfach in ihr Leben gedrängt, ohne dass sie darum gebeten hatte und das war etwas, was Joke überhaupt nicht mochte.

„Und was habt ihr gemacht?“, fragte Andi irgendwann, weil es ihm zu still wurde. Er hatte sich zwar noch mit Mia unterhalten, und sie war auch ganz nett, aber er war wegen Joke hier, also wollte er sie auch aus ihrer Reserve locken.
Er grinste sie an, was sie mit einem vagen Lächeln quittierte.
Na, immerhin etwas.

„Wir waren kurz was essen und wollten gleich ein bisschen durch die Läden stöbern.“, antwortete Mia an Jokes Stelle.
„Ah, shoppen?“ Die Mädchen nickten synchron.
„Cool ich komm mit. Ich hab eh nix zu tun!“
Mia lachte. Joke verdrehte genervt die Augen.

„Bist du dir sicher?“, fragte die Blonde noch mal nach, als die Drei schon durch die Fußgängerzone Magdeburgs schlenderten.
„Redest du etwa mit mir?“, fragte Andi entsetzt, lachte dann aber auf und bejahte Jokes Frage.
Diese legte einen Schritt zu und verschwand ohne was zu sagen im H&M.

„Sie ist so schwierig“, seufzte Andi und stupste Mia mit dem Ellbogen in die Seite. Die Schwarzhaarige sah ihn amüsiert an.
Sie fand es niedlich, mit was für einem fast schon dreisten Charme er versuchte, sich mit Joke anzufreunden.

Mit einem T-Shirt in der Hand wuselte Andi quer durch den Laden, auf der Suche nach Joke.
„Joke-Kleine?“, rief er grinsend und entdeckte sie schließlich auch an einer der Umkleidekabine.
Genervt drehte die Blonde sich um. „Was?“
„Hier“, er drückte ihr das T-Shirt in die Hand. „Anziehen.“ Er strahlte regelrecht. „Und du bist dir sicher, dass das in der richtigen Größe ist?“

Andi lachte. „Mein bester Freund ist der totale Kaufsüchtige. Ich bin’s mittlerweile gewohnt und hab da nen Blick für bekommen.“
Noch immer misstrauisch beäugte die Blonde das T-Shirt.
So ungern sie es auch zugab, es sah hübsch aus.
Es war in einem schönen Blau mit einem Ausschnitt der nicht zu viel zeigte, aber auch nicht zuviel verdeckte. Die Ärmel waren gerafft und an der rechten Schulter war eine Schleife angebracht.
„Na gut“, sagte sie gedehnt und verschwand in einer der Umkleiden.
„Das kannst du dann zu unserem ersten richtigen Date anziehen“, rief Andi ihr noch hinterher.

„Du bist so was von tot“, rief sie genervt zurück.
Von wegen kein Macho…

5. Kapitel

„Ich weiß gar nicht was dein Problem ist…“, meinte Mia später zu ihrer besten Freundin, als sie auf dem Heimweg waren.

„Wie?“

„Na… Andi ist doch nett.“

Joke verdrehte ihre Augen. „Das du den magst war mal so klar. Schnapp ihn dir doch, wenn du ihn so toll findest.“
„Nein danke. Ich hab wen anders im Visier.“

„Achja“, fiel es der Blonden ein.
„Ich hab dich heute in der Pause gesehen, bei so einem Kerl, groß, schwarze Haare… Was läuft da?“

„Ich musste doch mit auf diese Ferienfreizeit, und Henning war Betreuer für die Kleinern…“

„….und da hast du ihn mal eben abgeschleppt. Jaja.“ Joke grinste schelmisch und bog in eine weitere Straße ein.
„Sicher.“ Mia hob abwertend eine Augenbraue und beobachtete Joke missbilligend.

„Was ist denn nun mit Andi?“

„Selbstverliebter egozentrischer Macho.“

„Wieso das denn?“, fragte Mia erstaunt, gleichzeitig auch erschrocken.

Die Blonde musste sich das Lachen regelrecht verkneifen.
„Das war ein Scherz, Mia. Aber sonderlich angetan von ihm bin ich nicht. Also versuch gar nicht erst uns zu verkuppeln.“

„Quark mit Soße.“

Beide verfielen in Schweigen und hingen ihren Gedanken nach.
Mia dachte an ihren Henning, und Joke überlegte ob nicht vielleicht doch was Wahres an Mias Worten im Café gewesen war.

„Aber er hatte Recht“, meinte die Schwarzhaarige als sie sich an einer Ecke verabschiedeten.

„Was meinst du?“

„Du wirst das T-Shirt, was er ausgesucht hat, anziehen wenn ihr was zusammen macht.“

Joke nahm sich vor, den nächsten Tag kein Wort mit Mia zu reden.

***


„Ich bin wieder da.“
Mit einem lauten Knall fiel hinter Joke die Haustüre zu.

„Hallo Joke“, flötete Anne, die gerade die Treppe runtergepoltert kam. Ihre Mundwinkel gingen steil nach oben und um ihre Augen waren kleine Lachfältchen.

„Was ist denn mit dir los?“

„Preissauschreiben gewonnen.“

Die Blonde versuchte sich an ein Preisausschreiben zu erinnern, an dem ihre Schwester mitgemacht hatte, aber ihr fiel keins ein.

„Was für eins?“

„BRAVO.“

„Seit wann machst du bei Gewinnspielen mit die in der BRAVO stehen?!“

Anne lachte. „Das erste Mal. Aus Jux.“

„Aha.“ Joke kräuselte die Nase.
„Und was hast du gewonnen?“

„Karten.“

Die Blonde schlug sich gespielt entsetzt eine Hand vor den Mund.
„NEIN! Karten?! Oh mein Gott. Wahnsinn. Herzlichen Glückwunsch. Was für Karten?“

„Konzertkarten. Plus Meet&Greet.“ – „Ahja.“

Anne wischte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie liebte es, Joke im Dunkeln tappen zu lassen. Auch wenn sie diesmal mit sich kämpfen musste.

„Du musst mit. Das wird lustig.“

„Ja, aber wofür denn überhaupt?“

„Tokio Hotel.“

Joke schrie auf.
„Bitte WAS?“

„Ich wusste das du so reagierst.“ – „Muss das sein?“
Anne nickte enthusiastisch.

„Das wird doch lustig, ich mein, wir zwei.“ Sie zwinkerte.

Sekunden später klingelte Jokes Handy.

6. Kapitel

„Au verdammt…“, fluchte Joke in ihr Handy.
Sie war zu schnell zu ihrer Tasche gehechtet und war, als sie hektisch an ihr Handy rangegangen war, mit dem Fuß gegen den Türrahmen geknallt.

„Na, das nenne ich mal eine Begrüßung. Sagst du das zu jedem der anruft?“

Schon beim ersten Klang der Stimme hatte Joke erkannt, wer am Telefon war.

„Andi! Was willst du?“

Sie rieb sich den schmerzenden Fuß und verschwand dann nach oben, nicht ohne ihrer Schwester per Handzeichen klar zu machen, dass sie nachher noch miteinander reden würden.

Tokio Hotel. Also wirklich. Sie? Konnte sie nicht ihre beste Freundin mitnehmen? Aber die war wahrscheinlich Us5 Fan. Gott, womit hatte sie das verdient?
Sie hasste diese Band zwar nicht, aber sonderlich mögen tat sie sie auch nicht.
Sie waren da, okay, deswegen musste sie sich noch lange nicht mit ihnen beschäftigen…

„Joke? Hörst du mir überhaupt zu?“

„Entschuldige, wenn du nicht meine ungeteilte Aufmerksamkeit empfängst“, knurrte Joke in den Hörer und setzte sich auf ihren Schreibtischstuhl.

Andi am anderen Ende der Leitung lachte auf.

„Kein Problem. Ich wollte nur sagen, das ich mich freue das du das T-Shirt gekauft hast.“

Sie konnte ihn förmlich grinsen sehen und verdrehte die Augen.

„Nein mal im Ernst. Aber gefreut hab ich mich wirklich. Wie geht’s dir?“

„Wir haben uns vor einer guten Stunde das letzte Mal gesehen…“

„Da kann doch ziemlich viel passiert sein. Ich zum Beispiel wäre fast vor ein Auto gerannt.“ Er lachte wieder.

„Bei dir kann man ja auch nie sicher sein, ob du gleich aus dem Fenster springst.“

„Oh… schlechte Laune?“, fragte Andi.

„Nein. Nur ein wenig genervt. Wieso rufst du an?“

„Hab ich doch schon gesagt.“

„Ja schön. Und jetzt den richtigen Grund bitte.“

„Was machst du am Wochenende?“

Joke stutze. Der Satz war aus ihm herausgesprudelt, kaum das sie ihn aufgefordert hatte. Ob er sich auf das Gespräch vorbereitet hatte?
Sie grinste schelmisch.

„Date mit meiner Schwester.“

Das war ja nicht gelogen. Zumindest nicht ganz. Immerhin war ihre Schwester ja dabei.

„Und was macht ihr?“

„Schwimmen.“

„Wo?“

„Im Wasser?“

„Nein wirklich“, kam es trocken zurück. „Ich schwimm immer in Erde. Also wirklich, Joke!“

Sie kicherte bei seiner aufgebrachten Stimme.

„Magst du mitkommen, oder was?“

Moment mal.
Hatte sie das gerade wirklich gefragt?
Sie wurde krank, eindeutig.
Auch Andi schien überrascht von ihrer Frage, fasste sich aber schneller als die Blonde.

„Klar. Du aber wir bereden das Morgen in der Schule, ja?! Ich muss meiner Mama noch helfen, die ruft schon die ganze Zeit. Also bis dann, Kleine.“

Klack.
Aufgelegt.

Joke starrte ihr Handy verwundert an, aus dem es immer noch tutete.
Er musste seiner Mama helfen?

***

„Also. Anne?“
Die Blonde sah ihre Schwester eindringlich an.
„Du erwartest wirklich von mir, dass ich mit dir dahin gehe?“

Anne nickte und sah ihre Schwester grinsend an.
„Wer ist Andi?“

„Lernst du Samstag kennen.“

„Kommt der mit Schwimmen?“

Joke nickte.

„Du nimmst nie wen mit!“

Protestierend öffnete Joke den Mund, aber ihre Schwester hatte schon ein „Außer Mia“ nachgeschoben. Also schloss sie ihn wieder.

„Na gut. Dann sehe ich den guten ja. Das Konzert ist übrigens kurz vor den Herbstferien.“

„Erst?“

„Ja, was weiß ich wieso. Also bist du dabei?“

Joke nickte.
Oben in ihrem Zimmer piepte ihr Handy. SMS.

„Ich geh dann nach oben“, murmelte sie und erhob sich.
Sie hatte ja auch noch eine Menge Hausaufgaben vor sich.

Ein Blick auf ihr Handy zeigte ihr, das die SMS von Andi war. Gab der eigentlich nie Ruhe?

# Achja. Ziehst du Samstag dann das T-Shirt an? Andi. #

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