TH FanFictions - by Lara <3
- 1 -

Die Sonnenstrahlen wärmte die Erde an diesem Morgen genauso, wie die Wochen zuvor. Perfektes Wetter um früh aufzustehen und die letzten 3 Schultage hinter sich zu bringen die noch vor einem standen, bevor es endlich "Ferien" hieß und man den ganzen Tag nur faulenzen konnte - und das ganze 6 Wochen.
Vika versteckte sich unter ihrer Decke, als die Sonnenstrahlen auch ihr Zimmer erreicht hatten und ihr genau ins Gesicht schienen. Sie hasste es früh aufzustehen, auch wenn sie genau wusste, das bald Ferien waren. Gerade in diesen letzten Tagen vor den Ferien war sie noch müder, als sie es eh schon immer war.
"Viktoria! Jetzt beeil dich, du hast noch eine halbe Stunde bevor Katja kommt." Ihre Mutter kam in ihr Zimmer, riss das Fenster auf und die Decke von ihrer Tochter. Sie wusste genau das Vika ein Morgenmuffel war, und das wenn sie ihre Tochter jetzt noch weiterschlafen ließe, sie sich nachher wieder anhören müsste, warum sie Vika denn nicht geweckt hätte, sie wusste doch genau das sie morgens so schlecht aus dem Bett kam. Verschlafen setzte Vika sich hoch, als ihre Mutter das Zimmer verließ, und stand auf.
Wie sie den Morgen doch hasste. Jeden Tag musste sie duschen um überhaupt ein wenig wach zu werden und unter die Lebenden zu kommen.
Seufzend schnappte sie sich ihre Klamotten für den heutigen Tag - ein schwarzer knielanger Rock und ein zitronengelbes Top - und verschwand im Bad um zu duschen.
20 Minuten später stand Vika wieder in ihrem Zimmer um ihre Tasche zu holen. Viel brauchte sie eh nicht mehr, einen Block, ihr Terminkalender und einen Kulli schmiss sie eher schlecht als recht in ihre Tasche und ging zu ihrer Mutter in die Küche. Die saß schon am Tisch mit der Tageszeitung und ihrem allmorgendlichen Kaffee.
Kopfschüttelnd schüttete Vika sich ein Glas Wasser ein, trank es in zwei Zügen leer und nahm sich eine Scheibe Toast auf die Hand.
"Ich bin dann weg. Musst du heute wieder lange arbeiten?" Lina sah von ihrer Zeitung auf und sah ihrer Tochter direkt in die Augen, die hatte sie auf jeden Fall von ihrem Vater. So ein Grau gab es nicht noch einmal. "Das hab ich total vergessen dir zu sagen. Ich bin bis Freitag auf Fortbildung." Vika seufzte. Wie hätte es auch anders sein können. Ihre Mutter war ungefähr so oft zu Hause wie ihr Vater. Fast nie. Ihre Eltern hatten sich getrennt, als sie 4 war und sie war mit ihrer Mutter nach Berlin gezogen, weil sie hier bessere Möglichkeiten hatte in ihrem Job Karriere zu machen. Das tat sie auch. Nur ihre Beziehung litt darunter, Vika und Lina sahen sich grob überschlagen 12 Stunden pro Woche. Nicht das Vika es schlimm fand, sie kam relativ gut damit klar, aber es störte sie, das ihre Mutter ihr immer auf den letzten Drücker sagte, was Sache war.
"Hätte dir das nicht ein bisschen eher einfallen könne?" Mürrisch biss Vika in ihr Toast, und sah ihre Mutter aus den Augenwinkeln böse an. "Es hat sich halt kurzfristig ergeben. Ich leg dir ein wenig Geld auf die Kaffeemaschine und meld mich bei dir wenn ich angekommen bin." Lina nahm einen weiteren Schluck aus ihrer Tasse. "Wohin gehts denn diesmal?", fragte Vika uninteressiert. "Ich glaube Magdeburg aber ich bin mir nicht ganz sicher. Ralf nimmt mich mit." Vika rollte mit den Augen. Ralf war sowas wie die heimliche Affäre ihrer Mutter, obwohl jeder in der Firma wusste, das sie zusammen waren. Dennoch weigerte Lina sich, Ralf als ihren Freund zu bezeichnen. Sie wollte frei sein für alles. Absurd.
"Naja, wie du meinst. Ich muss jetzt echt los, Katja ist bestimmt schon unten. Dann bis Samstag, du gehst sicherlich noch nach Ralf, oder?" Lina lachte. "Du Biest, geh sonst vergess ich mich!"
Grinsend zog Vika die Haustür hinter sich zu und lief die drei Stockwerke runter, bis sie vor dem Wohnblock stand in dem sie mit ihrer Mutter wohnte.
Genießerisch hielt sie das Gesicht gen Sonne. Es war so herrlich warm. Vielleicht würde sie ja heute mal wieder mit Katja schwimmen gehen. Katja und Vika kannten sich seit ungefähr einem Jahr, als Katja neu in ihre Klasse gekommen war. Sie war zwar manchmal etwas seltsam und sie hatten einen recht unterschiedlichen Musikgeschmack, aber sie mochten sich.
"Viiika!" Katja schmiss sich ihrer besten Freundin um den Hals und sah sie mit leuchtenden Augen an. Vika lachte. "Was ist denn mit dir los?" Katja grinste sie an. "Ferien." - "Ja, aber erst in drei Tagen!" Katja winkte ab. "Papperlapapp. Drei Tage sind nichts. Morgen ist eh Wandertag und Mittwoch haben wir eh nur noch drei Stunden, also. Ich hab schon Ferien!" Kichernd machten sich die zwei auf den Weg. Bis zur Schule brauchten sie ungefähr zehn Minuten.
"-Bitte? Deine Mutter ist schon wieder weg?" Vika konnte sich das Lachen nicht verkneifen als sie Katjas entsetztes Gesicht sah. "Langsam müsstest sogar du dich daran gewöhnt haben. Penn doch heute bei mir. Dann machen wir mal wieder 'nen Frauenabend." - "Ja von mir aus. Meine Eltern wollten heute Abend eh Essen gehen, also! Die sollen sich mal nicht so anstellen." Schelmisch streckte Katja ihre Zunge raus und öffnete die Eingangstüre der Schule.
Heute würden sie fünf Stunden haben. Doppelstunde Kunst, Musik, Religion und Deutsch. Für Vika ein Relax-Tag, für Katja ein Verzweiflungs-Tag. In Kunst war sie die totale Niete, im Gegensatz zu Vika. Vika liebte Grafitti, früher hatte sie sogar selbst mal gesprüht. Religion langweilte beide, Musik auch und in Deutsch besprachen sie im Moment Gedichte. Obwohl, so kurz vor den Ferien würden sie eh nur "Stadt, Land, Fluss" oder ähnliches spielen.

"Vika, guck mal." Gelockt von Katjas aufgeregtem Rufen ging Vika in das Arbeitszimmer ihrer Mutter, wo Katja den PC besetzt hatte. Die Schule hatten sie gut überstanden, morgen würden sie mit der Klasse das Filmstudio Babelsberg besichtigen - als ob irgendeiner von der Klasse noch nicht da gewesen wäre - und Mittwoch würde es Zeugnisse geben. Dann wäre Ende im Gelände. 6 Wochen süße Freiheit.
Als sie das Zimmer betrat und Katjas Gesichtsausdruck sah, schwante ihr schön Böses. Irgendetwas wollte sie, was sie nicht so einfach von ihr bekommen würde.
"Katja..was willst du?" Misstrauisch beäugte Vika ihre beste Freundin, die sie Engelsgleich anlächelte. "Weißt du..also nächste Woche ist ein Konzert in Berlin. Und man kann noch Karten kaufen und ich wollte dich fragen.." - "-ob ich mitgehe. Jaja schon klar, welche Band?" Vika grinste. Typisch Katja irgendwie.
"Da wäre dann das etwas größere Problem. Du magst die Band nicht, du hasst sie!" Verwundert zog Vika die Augenbrauen hoch. Sie hatte keine Ahnung was Katja von ihr wollte. "Häh?" Genervt verdrehte Katja die Augen. "Tu nicht so. Du weißt genau das ich Tokio Hotel meine!"
Stille. Weder Katja noch Vika sagten ein Wort. Katja aus Protest und Vika..ja Vika einfach nur weil sie baff war. Tokio Hotel Konzert? SIE? Das passte so gut zusammen wie Nudeln und Schokoladensoße. Sie hasste sie, diese Kinderband mit ihren sinnlosen Liedern. Warum Katja die Band mochte, konnte sie sich beim besten Willen nicht vorstellen.
Katjas Blick wechselte von trotzig zu bittend. "Biiiitte! Vika! Du weißt genau wie toll ich Tom finde, ach biiitte! Ich tue alles für dich, bitte! Nur dieses eine Mal. Du musst ja nichtmal mit mir nach vorne oder so, nur das ich nicht allein hingeh, das erlaubt Mama mir sowieso nicht. BITTE!"
Vika seufzte. Warum war sie nur so gutherzig? "Dafür hab ich aber echt was gut bei dir!" Kreischend sprang Katja ihr um den Hals und knutschte ihr Gesicht ab. "Ist ja gut!" Lachte Vika. "Wann ist der Scheiß denn?" Katja nahm wieder ihre alte Stellung am PC ein. "Dienstag nächste Woche. Gib mal das Telefon, dann ruf ich da eben an." Wortlos reichte Vika ihrer Freundin das Telefon. Wo hatte sie sich da nur schon wieder reingeritten?

- 2 -

Vor sich hin murmelnd blätterte Katja sich durch die gelben Seiten von Vika’s Telefonbuch. Hier mussten doch irgendwo diese verdammten Hotels aufgelistet sein? Vika bekam von der erfolglosen Hotelsuche der Freundin gar nichts mit. Diese saß nämlich in der Küche vor einem Cappuccino und konnte immer noch nicht verstehen, dass sie zugesagt hatte auf ein Tokio Hotel Konzert zu gehen.
Wie oft hatte sie gesagt, dass sie diese Kinderbands hasste? Die waren doch gerade mal so alt wie sie, naja okay, ein bis 3 Jahre älter, aber was machte das bitteschön für einen Unterschied? Geistlich war sie, als Mädchen, eh viel weiter, als diese ‚Jungs’.
„Vika?“ Eben gerufene erhob sich seufzend und lief gemächlich in das Arbeitszimmer ihrer Mutter, wo Katja immer noch über dem Telefonbuch hing und irgendeine Nummer raussuchte.
„Was darfs sein?“ Die Braunhaarige setzte sich auf die Tischkante des Schreibtisches und versuchte einen Blick in die gelben Seiten zu werfen.
Katja fluchte noch kurz vor sich hin und sah dann ihre beste Freundin mit einem verzweifelten Blick an.
„Wo stehen hier die Hotels?“ Auf Vika’s Stirn bildeten sich Falten und den Blick von ihrer Freundin ließ Katja das Blut in den Adern gefrieren, wieso hatte sie nur so Augen?!
„Warum zum Teufel Hotels?“
Vika konnte sich keinen Reim daraus machen, wieso Katja so scharf auf die Nummern bzw. die Adressen der Berliner Hotels war, wollte sie Kurzurlaub machen? In Berlin? Wo sie eh schon wohnte.
„Naja… nach dem Konzert. Also, das ist meine einzigste Chance…“ Katja wurde mit jedem Wort leiser das sie sagte, Vika’s Blick sagte alles.
„DU WILLST ZU DIESEM GROUPIEFICKER AUF’S ZIMMER? BIST DU NOCH GANZ DICHT IM KOPF?!?“
Vika war nicht sauer, nein, sie explodierte fast vor Wut. Katja, ihre beste Freundin, wollte sich doch anscheinend tatsächlich von diesem gehirnamputierten Wichser flachlegen lassen, der von sich selbst behauptet schon 25 Mädels gehabt zu haben. Wie erbärmlich war das denn?
„Katja ich bitte dich, du weißt was ich davon halte.“ Katja schnaubte. „Als ob du nicht mit Johnny Depp inne Kiste springen würdest, wenn du die Möglichkeit hättest!“
„Johnny Depp fickt aber nicht Halbdeutschland.“ – „Ja eben, der macht gar nix. Wann krieg ich denn hier mal erfahrenen Sex.“ – „Du bist doch nicht mehr ganz klar im Kopf! Katja? Tom äh… wie auch immer von Tokio Hotel, hallo?! Du könntest jeden haben, warum ihn?“ – „Weil ich ihn nicht haben kann verdammt, wer kann schon von sich behaupten Sex mit einem Star gehabt zu haben. Und tu nicht so als ob du hier die Brave bist, wer hatte eher nen One-Nite-Stand, du oder ich? Also…“

Grummelnd gab Vika klein bei, da hatte Katja wirklich Recht. Vor einem halben Jahr war sie auf einer Party sturzbesoffen mit irgendeinem Cousin von einem Freund von ihrem besten Kumpel auf Toilette verschwunden und hatte sich dort mit ihm anderweitig beschäftigt.
Und dass das Argument das sie besoffen war eh nix bringen würde, wusste sie nur zu gut. Katja konnte jedem bestätigen, wenn sie wollte, dass sie wenn sie betrunken war, sich immer noch so unter Kontrolle hatte, dass sie solche Sachen eigentlich nicht zulassen würde.
„Ich hab aber trotzdem was dagegen das meine beste Freundin zum Groupie mutiert.“
Katja lachte. „Keine Sorge, Schatz. Aber jetzt hilfst du mir beim Recherchieren. Ich muss unbedingt wissen welches Hotel die gebucht haben.“

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